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Andere
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Abdruck der Rezensionen mit freundlicher Genehmigung der Autoren ************************************************************************************************************************ |
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Gambrinus Eine der großen musikalischen Überraschungen der deutschen Musikszene für mich persönlich ist das Debutabum des deutschen Quartettes Gambrinus, über dessen Herkunft man im Beiheft der CD leider nur sehr wenig erfährt. Christine Hellweg (Gesang, keltische Harfe, Blockflöten, Melodica, Djembe, Chimes), Mathias Götze-Wittschier (Geige, Gitarre, Cister. diatonisches K.nopfakkordeon, Gesang), Thomas Helmchen (Alt-und Sopransaxofon, chromatisches Knopfakkordeon, Gitarre. Bodhrán, Gesang) und Ulrich Joosten (Altdrehleier, Gitarre, Low Whistle, Gesang) wurden für eben diese erste CD sofort für die „Bestenliste 2/2010 beim Preis der deutschen Schallplattenkritik" vorgeschlagen und das wird diesem Album durchaus gerecht. Gambrinus bietet einen Querschnitt durch ein europaweites Folk-Repertoire, das musikalisch hervorragend umgesetzt ist. Eine hervorragend produziert CD, die mit Titeln aus Deutschland, Irland, Galizien, Frankreich ebenso wie aus unterschiedlichsten historischen Epochen einen großen „Wiederabspielwert“ hat. Mein persönlicher Tipp fürs Frühjahr. Willi Rodrian |
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*********************************************************************************************************************** Akustik Gitarre 3/2010, Mai/Juni 2010
Gambrinus Mit viel Verve gehen da vier Musiker ans Werk. Gambrinus ist eine Folkband, die sich jedem Anachronismus zum Trotz mit Leib und Seele alter Musik verschrieben hat. Gekonnt werden die Schnittstellen zwischen traditioneller Folklore und den Klängen mittelalterlicher Instrumente ausgelotet und mit eigenen Ideen gefüllt. Wunderschön der Einsatz der keltischen Harfe von Christine Hellweg, die der Musik etwas verträumt-Magisches verleiht. Vor allem aber die Mischung der vielen Instrumente und die stimmigen Arrangements machen die klanglich ausgereifte Produktion interessant. Cister, Akkordeon, Gitarre, Flöte, Geige, Drehleier und Saxophon werden stilvoll in Szene gesetzt und verleihen jedem der 14 Titel die richtige Stimmung. Besonders die Drehleier mit ihrem schaurig-schönen Klang und dem schnarrenden Rhythmus weiß zu gefallen. Man hört und spürt, dass die Musiker die musikalischen Idiome beherrschen und einen entspannten Umgang damit pflegen. Etwas weniger entspannt hingegen klingt der Gesang, der in den ersten drei Liedern bereits in bretonisch, englisch und deutsch erklingt. Soviel Abwechslung irritiert, auch wenn die Lieder schön gesungen sind. Dazu gibt es vertonte Gedichte von Kurt Tucholsky und anderen Dichtern. Der zu Beginn des Liedes „Ouwe" gesprochene Text „Oh weh. Wohin sind alle meine Jahre entschwunden? Habe ich mein Leben geträumt, oder ist es wirklich gewesen?" vermag keine echte Betroffenheit erzeugen. Folkmusiker haben oft ein starkes politisches Sendungsbewusstsein, das in der Altersgruppe ihrer Zuhörer verstanden wird, aber selten ein jüngeres Publikum erreicht. Der politisch motivierte Zeigefinger ist oft Merkmal älterer Folkies, was man hier nachsehen wird, denn Gambrinus unterhalten auf hohem Niveau. Patrick Steinbach |
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*********************************************************************************************************************** Folkworld Onlinemagazin, # 41
Gambrinus ist ein
legendärer König, der als Erfinder des Bierbrauens angesehen wird. Nicht
das Bier wird hier weitergegeben, sondern deutsches Liedgut verbreiten
die Veteranen von Gambrinus: das Quartett vom Niederrhein besteht
aus dem vom Folker-Magazin bekannten Ulrich Joosten (Gitarre,
Drehleier), Mathias Götze-Wittschier (Geige, Cister, Akkordeon), dem
Jazzer Thomas Helmchen (Saxofon, Akkordeon) und der Klassikerin
Christine Hellweg (Gesang, Blockflöte, Harfe). Die Liedauswahl ist alles
andere als bierselig: "A'l entrada del temps clar" aus dem
mittelalterlichen Languedoc, das englisch-schottische "The Water is wide",
das jiddische "Mayn Rue-Plats", Jez Lowe, Stan Rogers, Fritz Graßhoff,
und George Brassens "Junge Paare auf den Bänken" (Übersetzung von
Franz-Josef Degenhardt). Die Stücke sind nicht neu, aber einfallsreich
arrangiert und interpretiert, mit der ein und anderen Verbeugung
Richtung Liederjan und Ougenweide. Abgeklärtheit statt Coolness, und das
sollte ja auch das Motto jeder Folkband sein. |
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*********************************************************************************************************************** Folker - 01.2010, Rubrik "Szene", Seite 10:
NEUES
VON DEN FOLKER-MENSCHEN 1 Hinter dem bierseligen Gruppennamen verbirgt sich Folker-Redakteur (und ex-Herausgeber) Ulrich Joosten nebst Christine Hellweg, Mathias Götze-Wittschier und Thomas Helmchen. Dass sie sich 17 Instrumente teilen, ist ja kein Verdienst per se, aber wie gekonnt und passend sie die Geräte zum Klingen bringen schon eher. Dazu muss man sich eine unglaublich klare und wohltönende Damenstimme vorstellen. Daran können die Herren zwar nicht heranreichen, aber davon lassen sie sich hörbar auch nicht deprimieren. Das Material ist Folk und Zeitgenössisches, Lieder und Melodien von Frankreich mit einem Schlenker über Kanada nach Großbritannien bis hin zu ganz viel Deutschland. Die akustischen Klänge sind tontechnisch vorbildlich aufgenommen und abgemischt, die Arrangements intelligent und dem Inhalt oder der Melodie dienlich. Ein Gruppendebut, in das jede Menge Ideen und Engagement geflossen sind. Und Folker-Bildredakteur Ingo Nordhofen lieferte die Bilder! Mit anderen Worten: Gambrinus haben die Folkmusik natürlich nicht neu erfunden, sie haben noch nicht mal was Neues gefunden. Aber sie haben eine qualitativ hochstehende CD mit viel Bodenhaftung und noch mehr menschlicher Wärme produziert. Hat man heute auch nicht so oft! Auch Programmchef Dieter Wasilke vom Venner Folk Frühling war so begeistert, dass er Gambrinus vom Fleck weg für den prestigeträchtigen Freitagabendtermin beim diesjährigen Festival engagierte. |
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********************************************************************************************************************** GAMBRINUS "Eyah!" Rezension auf der Website des Venner Folkfrühling
Das Erstlingswerk von
GAMBRINUS (Christine Hellweg, Mathias Götze-Wittschier, Thomas Helmchen,
Ulrich Joosten) kann sich wirklich hören lassen. Und dies Kompliment
gilt nicht nur der sehr ausdrucksstarken Abmischung durch Matthias
Krauss im Timelock-Studio Kerpen. Die 4 haben 14 sehr schöne folkige Songs
und Tänze eingespielt: A'l entrada del temps clar, The Water is wide,
Junge Paare auf den Bänken, My Ain country, Galicische Tänze,
Schlemmerlied, Madame Goulou, Ouwe, Tiny Fish for Japan, Culloden's
Harvest, Der Graben, La belle inconnue, The Bergen, Mayn Rue-Plats. Da
hören sich viele bekannte Stücke plötzlich ganz neu an. Sehr schön
arrangiert und interpretiert, auf GAMBRINUS-Art eben. "Junge Paare auf
den Bänken", von George Brassens mit deutscher Übersetzung von
Franz-Josef Degenhardt, ein Stück, das ich längst vergessen hatte, oder
"Madam Goulou", mit dem Text von Fritz Graßhoff (Musik Mathias
Götze-Witttschier) ist ein textlicher Ohrenschmaus. Eine CD, die Lust
auf ein Konzert macht. Und das werden wir in Venne 2010 auf dem Festival
hören und sehen. |
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********************************************************************************************************************* Gambrinus beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef am 18.10.2008
Heinz-Karl K.,
Gambrinus-Fan der ersten Stunde „Ihr seid 'besorgniserregend'! Wenn ihr euch nämlich so weiterentwickelt, dann weiß ich nicht, wo das noch alles enden soll. Dennoch weiter so! Es war ein wunderhübscher Abend (…) Ich will's mal so sagen: Ich kann euch jedem Veranstalter mit ruhigem Gewissen empfehlen.“ Mike Kamp, Folker!-Herausgeber, im Gambrinus-Gästebuch |
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CD-Rezension:
PromoCD, Eigenverlag
2008. www.gambrinus-folk.de Internationale Bordunmusik aus rheinischen Landen Hui hui, das ist zwar nur eine Demo-CD, aber warum eigentlich? Nur weil sie an einem Tag in einer Küche mit vier Mikrophonen aufgenommen wurde? Ich kenne wahrlich CDs, die für den Verkauf aufgenommen wurden und weitaus schlechter klingen! Führwahr, das einzige was ich an dieser Musik kritisieren könnte, wäre, dass sie zu schön ist. Ja, sie könnte etwas wilder und beiläufiger sein, etwas schräger, muss aber nicht. Aber was ist es überhaupt für Musik, die Gambrinus da fabriziert haben? Ulrich Joosten (Drehleier, Alt-Drehleier, Gitarre, Low Whistle, Mundharmonika und Gesang), Christine Helweg (Gesang, keltische Harfe, Gitarre, Blockflöte, Djembe und Perkussion), Mathias Götze-Wittschier (Geige, Cister, diatonisches Akkordeon, Gitarre, Gesang) und Thomas Helmchen (Sopran- und Alt-Saxophon, Piano-Akkordeon, Gitarre, Tenor-Blockflöte und Gesang) bieten eine Mischung aus deutschen mittelalterlichen, irischen, galizischen, jiddischen und anderen (laut Infotext auch amerikanischen) Musikstilen und nennen ihr Konzertprogramm demzufolge auch „Kontrastissimo“. Zum Dahinschmelzen ist „The Water is wide“, an Aufnahmen von Musikhistorikern erinnert „Ouwe“, „Schlemmerlied“ und „Galizische Tänze“ sind auf jedem Mittelaltermarkt gut aufgehoben, und von ersterem gibt es zum Schloss noch eine rockige „Party-Headbang-Fun-Remix-Version“. Aber es ist keine wilde Zusammenstellung von Stilen, die nicht zueinander passen, sondern es ist eine schöne runde Sache und lässt in mir die Vorfreude nicht nur auf ein Lifekonzert, sondern auch auf eine CD mit ein paar Stücken mehr aufkommen. Laut Info von Ulrich Joosten haben sie seit der CD-Aufnahme auch noch kräftig geübt und ihre Qualität verbessert. Nun, was ist besser als sehr gut?
Trackliste:
Michael Schmiedel
Internetportal für Folk- und Weltmusik in Bonn und Umgebung: |
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***************************************************************************************************** Gambrinus beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef am 19.11.2005 Das letzte FiF-Konzert in diesem Jahr bestritt die Gruppe Gambrinus, deren Mitglieder nicht so weit anreisen mussten, wie die der anderen Gruppen aus England, Schottland und Schweden, sondern im engeren Umkreis zwischen Asbach im Westerwald und Dormagen am Niederrhein wohnen. Ulrich Joosten, der schon in den Gruppen Rhodochrosit, Seidelbast und Filou spielte und auf Deutschfolk spezialisierter Autor im Folker! ist, Matthias Götze-Wittschier, ehemals Musiker bei Whyr, Zaunkönig und auch Filou, Ralf Mrazek, Ex-Skiffle Train , -Maddox und Stringdance, sowie als „Anstandsdame“ Sylvia Stephan, ehemals Musikern bei Die Lauten, Trumscheyd, Till Nine und Boncompagno nennen ihr Gambrinus-Programm „Kontrastissimo“, und wahrlich, der Name trog nicht. Uli bediente die Drehleier und zwei Gitarren, Sylvia ihren Kehlkopf (Instrumentenbeschreibung siehe auf deren Homepage) und Percussion, Ralf Banjo und Gitarre und Matthias Geige, Cister und diatonisches Knopfakkordeon und auch die drei Herren ihre Kehlköpfe (Instrumentbeschreibung siehe ...). Und was produzierten sie dabei? Nun zum Beispiel französische, galizische und deutsche Tanzstücke mit Drehleier, Banjo und Geige, wobei sich die ungewöhnliche Drehleier-Banjo-Kombination besonders gut anhörte, man müsste nur, wenn die Drehleier so richtig lauf zu schnarren anfängt, dem Banjo ein Mikrofon extra noch hinstellen, aber das ist ein dermaßen schmissiger Sound, dass ich mich wundere, warum es so was nicht öfter gibt. Oder gibt es das? Oder vierstimmigen Gesang, sogar ein Madrigal auf Kölsch. Mit vier Stimmen vierstimmig zu singen, ohne sich gegenseitig raus zu bringen, das will geübt sein – und war es auch. Oder Übertragungen von tragischen Tierliedern aus der Feder von Eric Bogle ins Deutsche, schottische und quebecoische Lieder in Originalsprachen, eine reine Instrumentalversion des jiddischen „Bei mir bist du schön“, Vertonungen von Gedichten von Fritz Grasshoff, das Till Nine-Fans bekannte „My Johnny was a shoemaker“ das Sylvia in deren Repertoire hinein gebracht hat und anderes mehr. Kontrastissimo eben. Eigentlich war es schade, dass das Konzert so gut besucht war, dachten wir am Schluss, nachdem das Publikum weg war (Petra und ich waren noch da), als Sylvia und Tontechniker Alex Thieme noch ein paar zweistimmige mittelalterliche Lieder sangen und zusammen mit Mathias eine Schnulze aus dem 20. Jh., denn so ohne die ca. 80 schallschluckenden Körper wirkte die Akustik der Aula (ich habe sonst immer „Foyer“ geschrieben, aber offiziell heißt es „Aula“) noch besser. Aber im Grunde waren doch alle Beteiligten froh, dass so viele Leute kamen, und wenn ich von mir auf andere schließe, waren auch diese 80 froh, gekommen zu sein. Und die von Gambrinus können auch gerne noch öfter kommen.
Michael Schmiedel
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